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Kann sowas im Zeitalter von Tinder überhaupt funktionieren?

Ich bin der Meinung, dass Abwechslung Spass macht. Ich rede von Wellen und Brettern und nichts anderem!

Verschiedene Bretter zu surfen hilft dir dabei das Surfen an sich besser zu verstehen und zu fühlen. Es verbessert dein Surfen ungemein verschiedene Shapes auszuprobieren. Wenn es klein ist mal ein Longboard oder Fish, wieso nicht auch mal wieder mit einem Softboard ne Welle anpaddeln? Und an einem guten Tag mal die Semigun von nem Freund ausleihen.

Schlussendlich geht es ja einfach darum Spass zu haben, ganz egal was es ist.

Fotokredit: SAPNG
Fotokredit: SAPNG

Aber wenn du auf Reisen gehst, willst du dein Brett kennen und darauf vertrauen, dass es genau das tut, was du willst. Perfekt wären natürlich drei Bretter. Eins für die kleinen Tage (z.B. ein Fish oder Mini Simmons), dein „everyday board“, dass du normalerweise surfst und noch ein „Step Up“ Brett für die großen Tage.

Da ich mir das nicht antun will, gehe ich den Kompromiss ein mein normales Brett auch an den kleinen Tagen zu surfen. Ist sicherlich anstrengender als ein Mini Malibu, aber geht klar.

Wie schön es doch sein würde, wenn man aber mit nur einem Brett reisen würde?! Ein Single-Boardbag mit einem Quiver-Killer drin! Ein Brett das funktioniert, wenn es kleiner ist, mit dem du aber auch in größere Wellen reinpaddeln kannst und dich sicher fühlst.

In den letzten Jahren ist viel bei den Shapes passiert und Leute wie Kelly surfen Pipeline an großen Tagen mit Boards unter 6 Fuß! Wie kann das gehen?

Fotokredit: Stab Magazine
King Kelly surft in Fiji mit einem 5’9″er! Fotokredit: Stab Magazine

Was die Meisten dieser Quiver-Killer gemeinsam haben, ist, dass der breiteste Punkt des Boards weiter vorne ist. Somit ist mehr Volumen unter der Brust beim Paddeln, was dir hilft früher den Take off zu machen. Dies ist an kleinen Tagen unverzichtbar, hilft dir aber auch in größeren Wellen aufzustehen, bevor es zu steil wird.

Hier habe ich für dich ein paar Vorschläge zur Partnerwahl für deinen nächsten Surftrip… Fremdgehen erlaubt!

Hyden Shapes, Hypto Krypto

Dieses Brett ist wohl der bekannteste Vertreter des One-Board-Quiver.

Über Jahre das bestverkaufte Surfbrett überhaupt, sieht man es jetzt in allen Line ups dieser Welt. Egal, was die Wellen tun, es scheint zu funktionieren. Aber mit einem Aushängeschild wie Craig Anderson eigentlich keine Überraschung.

Ein Brett das man extrem kurz surft, und Dank einer speziell entwickelten und patentierten Technologie sehr robust ist. Ich habe das Board selber leider noch nie gesurft, aber selten schlechtes darüber gehört.

 

 

Lib Tech, Air e Ola

Der Hauptgrund, weshalb sich die meisten Leute ein Lib Tech kaufen ist wahrscheinlich die Belastbarkeit. Wenn du dich dazu entscheidest nur mit einem Brett zu verreisen, willst du nicht das es die halbe Zeit repariert werden muss und du nicht ins Wasser kannst. Außerdem haben sie mit dem Air e Ola ein Brett gebaut, dass auch in größeren Wellen noch funktioniert.

Das „Air e Ola“ ist ein High Performance Shortboard für schnelles und präzises Surfen in allen Bedingungen. So wird es auf der Homepage beschrieben. Soll heißen: Nicht ein Brett für gemütliches cruisen und bestimmt nicht so gutmütig wie das Hypto Krypto. Aber wenn es das ist, was du von einem Surfbrett willst, dann funktioniert es super.

Es ist meine Reisebegleitung (allerdings nicht die Einzige!) und hat sich durchaus bewährt. Hier ein ausführlicher Testbericht darüber (auf Englisch).

JS Industries, Blak Box 2 (HYFI Technology)

Dieser australische Alleskönner ist die Lieblingswaffe einer Vielzahl an Contestsurfer wie Parko, Wilko, Dusty Payne, Julian Wilson oder Adrian Buchan. Genau wie das Air e Ola von LibTech ist auch dieses Board ein High Performance Shortboard und somit mehr als Allround-Board für Fortgeschrittene als für Intermediates geeignet.

Dazu reiht sich das HYFI-Modell mit den beiden oberen Boards ein, wenn es um robuste Reisebretter geht. JS verspricht mit dem HYFI ein leichteres und gleichzeitig stabileres Brett, welches den Flex eines herkömmlich produzierten Brettes besitzt und behält.

 

Pukas, Original Sixtyniner

Wenn Weltenbummler Kepa Acero loszieht, weiß er nicht wie die Wellen sein werden. Aber er weiß, dass er surfen wird. Mit dem Stoke eines Groms und dem Können eines Profis paddelt er an unbekannten Orten raus, ohne wirklich zu wissen was ihn erwartet. Das Brett auf das er sich in allen möglichen und unmöglichen Bedingungen verlässt, kommt aus der baskischen Bretterschmiede von Pukas.

Das Original Sixtyniner erinnert stark an das Hypto Krypto und ist das einzige der vier Bretter hier, das als herkömmliches PU-Brett gebaut wird. Somit ist es zwar auf der ganzen Welt einfach repariert zu bekommen, dafür auch anfälliger für Dings, was meiner Meinung nach nicht optimal ist für ein One-Board-Quiver.

Aber was das Brett wirklich speziell macht, ist die mittlere Finnenbox und die Möglichkeit es als Single Fin zu surfen. Somit hast du wirklich 2 völlig unterschiedliche Bretter in einem.

Natürlich gibt es mittlerweile von den meisten Brands ein Allrounder der funktioniert. Und diverse neue und alternative Materialien machen die Bretter auch Jahr für Jahr stärker (wenn man was anderem als PU vertraut). Dies hier ist nur eine kleine, mehr oder weniger bekannte Auswahl an möglichen Matches. Selbst verständlich kannst du bis an dein Lebensende weiter schauen und/oder einfach mal ausprobieren und abwarten, ob eventuell noch etwas besseres kommt.

Surfbrett-Monogamie ist vielleicht einfach nichts, was auf Dauer funktionieren MUSS!

Ganz egal, ob jetzt im Tinder-Zeitalter oder die Longboards der Hippie-Ära.

Aber trotzdem, oder genau deshalb kann es befreiend und erleichternd sein, nur mit einem Brett zu verreisen und ihm blind zu vertrauen.

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Pascal Christen

The author Pascal Christen

In den letzten 10 Jahren war ich mehr unterwegs als zu Hause. Immer auf der Suche nach Wellen, Abenteuer und etwas Neuem. Deshalb habe ich thefreesurfer.com gestartet, wo ich über Trips und Länder berichte und dich hoffentlich inspirieren kann deine Träume zu verwirklichen.
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