close
MountainNews

Swatch Freeride World Tour 2017 in Haines, Alaska

Nach langer Wartezeit genießen die Teilnehmer im fantastischen Freeride-Gelände von Alaska tiefen Neuschnee. Lorraine Huber bleibt Erste der Gesamtwertung.

GER

Die 27 Athletinnen und Athleten, die sich für den „Traum-Stopp“ der Swatch Freeride World Tour 2017 (FWT) in Haines (USA) qualifiziert hatten, genossen in Alaska erstklassige Schneebedingungen. Bei der letzten Etappe vor dem Finale in Verbier (SUI) war das Niveau im Kampf um Punkte für die Weltmeistertitel außergewöhnlich hoch. Bei den Snowboardern gewannen Sammy Luebke (USA) und Shannan Yates (USA), bei den Skifahrern Loïc Collomb-Patton (FRA) und Arianna Tricomi (ITA). Lorraine Huber (AUT) belegte Platz zwei vor Eva Walkner (AUT). Fabio Studer (AUT) wurde bei den Skifahrern Siebter.

Wechselhafte Wetterverhältnisse prägten zunächst den Tag. Nach einer längeren Wartepause verzogen sich die Wolken jedoch am späten Morgen und gaben den Blick auf „The Venue“ (2100 m) frei. Der 740-Höhenmeter-Hang bot nach den Schneefällen der vergangenen Woche prächtige Schneebedingungen mit tiefem Powder.

Snowboard Herren
Wenn jemand den Titelverteidiger und Gesamtführenden Sammy Luebke (USA) in Alaska hätte schlagen können, dann der Einheimische Ryland Bell (USA). Bell war mit einer Wildcard am Start und setzte eine Vielzahl von Sprüngen in den Hang, darunter zwei 360s. Aber diese Performance reichte nicht, um Luebke zu entthronen. Der Amerikaner konterte mit einer flüssigen, sehr schnell gefahrenen Linie, mehreren stylishen Grabs und einem 360. Platz drei belegte Davey Baird (USA).

Thomas Feurstein (AUT) hatte auf den Start in Alaska verzichtet. Nach drei Saisonsiegen hat Sammy Luebke den Weltmeistertitel nun schon vor dem Finale in Verbier sicher. Er jubelte: „Ich bin im siebten Himmel. Die lange Wartezeit hat sich ausgezahlt. Die Bedingungen waren der Hammer! Es gab keine Lawinen und keine Verletzungen, alle sind happy!

Ski Herren
Bei den Skifahrern entwickelte sich der Alaska-Tourstopp zu einem Showdown zweier Franzosen, Loïc Collomb-Patton (FRA) und Léo Slemett (FRA). Collomb-Patton legte mit einem aggressiven Lauf vor und glänzte mit einem gewaltigen doppelten Cliffdrop, den er mit einem 360 eindrucksvoll abschloss. Slemett wählte eine ähnliche Linie und antwortete mit einem perfekt gestandenen Backflip. Der Sieg ging letztlich an Collomb-Patton vor Slemett und Sam Lee (NZL).

Fabio Studer aus Koblach (AUT) sprang zunächst im oberen Steilhang einen doppelten Cliffdrop, bei dem er allerdings nur knapp einem Sturz entging. Ein weiteres Double Cliff stand er dann ebenso sicher wie einen 360 – das bedeutete den siebten Platz für den Vorarlberger. In der Gesamtwertung liegen nun Loïc Collomb-Patton, Léo Slemett und Kristofer Turdell (SWE) punktgleich an der Spitze; Fabio Studer ist Neunter.

Snowboard Damen
Shannan Yates (USA) ist einem erneuten Titelgewinn seit ihrem FWT-Sieg 2014 ein Stück nähergekommen. Mit ihrer großen Erfahrung, smarter Linienwahl und einigen Sprüngen in den technischeren Bereichen des Hangs holte sie den ersten Platz. Zweite wurde Marion Haerty (FRA) vor Anne-Flore Marxer (SUI). Yates liegt nun im Gesamtklassement nur noch knapp hinter Haerty und sagte im Ziel: „Ich freue mich sehr über den Sieg. Das war ein wunderbarer Tag. Vorher gab es so viele Fragezeichen wegen des Wetters, und wir mussten lange warten. Aber der Schnee war fantastisch!

Ski Damen
Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), die Gesamtführende bei den Skifahrerinnen, begann selbstbewusst und setzte mehrere Sprünge sicher in den Hang. Dank ihrer klugen Linienwahl und ihres hohen Tempos holte sie den zweiten Platz. Eva Walkner startete als letzte Teilnehmerin des Tages und fand dennoch eine flüssige, originelle Linie, in der sie noch viel frischen Schnee genießen konnte. Sie holte Platz drei. Die beiden Österreicherinnen wurden nur von Arianna Tricomi (ITA) geschlagen, die eine aggressive Fahrt mit hohen Sprüngen zeigte und Huber jetzt im Kampf um den Weltmeistertitel noch gefährlich werden kann. In der Gesamtwertung führt Huber nun vor Tricomi und Jaclyn Paaso (USA), die heute stürzte.

Das war heute der mental schwierigste Stopp“, sagte Huber. „Erst das tagelange Warten auf Wetterbesserung und dann heute das Warten auf klare Sicht. Aber man konnte dabei viel lernen. Ich habe meine Linie leicht geändert, nachdem ich die Herren gesehen hatte. Es lief gut, ich habe keinen Fehler gemacht und bin sehr zufrieden.

Beim FWT-Finale im Rahmen des Xtreme Verbier (SUI) am 1. April 2017 entscheidet sich, wer neben dem schon als Titelträger feststehenden Snowboarder Sammy Luebke (USA) noch zum Weltmeister gekrönt wird. Aktuelle Infos auf www.freerideworldtour.com und den Social-Media-Kanälen der FWT.

Credit: FreeRideWorldTour

Shopbanner

Lena Hogenkamp

The author Lena Hogenkamp

Aus Liebe zum Meer wohne ich im schönen Kiel und starte von dort aus meine Reisen in die große weite Welt des Surfen, Kitesurfen und dem Stand up Paddling. Im Flow des Wassers kann ich im Einklang der Natur entspannen und den Alltag hinter mich lassen. Wenn das Meer mal nicht in der Nähe ist, interessiere ich mich für den Lifestyle und die Kultur hinter dem Wassersport.